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  • Author or Editor: Karl Mertens x
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Phänomenologie im Wettstreit der Methoden
Der Band stellt verschiedene Ausgestaltungen des phänomenologischen Philosophierens vor und konfrontiert diese mit alternativen philosophischen und nicht-philosophischen Methoden. Die Beiträge bieten eine Standortbestimmung der Phänomenologie im Rahmen von Gegenwartsphilosophie und interdisziplinärer Forschung und versuchen, spezifische Möglichkeiten, aber auch Grenzen des phänomenologischen Philosophierens deutlich zu machen. Ein besonderes Interesse gilt dabei in innerphilosophischer Sicht der Frage nach dem Verhältnis zwischen Phänomenologie und analytischer Philosophie. Thematisch konzentrieren sich die Artikel auf Probleme des Wahrnehmens, Fühlens und Handelns. Auch in den primär methodisch orientierten Abschnitten, in denen die phänomenologische Methode mit konkurrierenden Ansätzen konfrontiert wird, sowie in den Beiträgen, die sich mit der Rolle der Phänomenologie im Kontext der aktuellen Naturalisierungsdebatte befassen, bieten die drei thematischen Schwerpunkte eine Orientierung. Neben Einzelbeiträgen enthält der Band auch Diskussionseinheiten, bei denen auf einen Hauptartikel ein kritischer Kommentar aus einer anderen Perspektive erfolgt, auf den abschließend noch einmal kurz repliziert wird.
Orientierung für menschliches Wissen und Handeln
Der Band diskutiert die theoretische und praktische Bedeutung des Exemplarischen als ein Individuelles, das selbst als Manifestation eines Allgemeinen verstanden wird.
Gegenüber der gewöhnlichen Auffassung, derzufolge Beispiele lediglich zur nachträglichen Illustration bereits bestimmter abstrakter Gedanken verwendet werden, beschäftigen sich die Beiträge des Bandes mit dem Beispiel in seiner exemplarischen Bedeutung, bei der das Individuelle selbst als Manifestation des Allgemeinen verstanden wird. Die klassischen Bereiche, in denen diese Rolle und Funktion des Exemplarischen explizit thematisiert werden, sind die Rhetorik, die Kunsttheorie sowie die Didaktik. Demgegenüber spielt das Exemplarische in der allgemeinen Reflexion der theoretischen und praktischen Philosophie keine oder allenfalls eine sehr untergeordnete Rolle. Diese theoretische Vernachlässigung steht in einem auffallenden Gegensatz zur operativen Bedeutung des Exemplarischen im Kontext unseres theoretischen und praktischen Wissens.