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  • Author or Editor: Franz von Kutschera x
  • 19th & 20th Century Philosophy x
  • Status (Books): Not Yet Published x
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Die Philosophie des Geistes ist heute eine der aktivsten philosophischen Disziplinen. Doch dieser Aktivismus steht in einem merkwürdigen Kontrast zur Beschränkung des Horizonts der Disziplin. Die Philosophie des Geistes ist von Hegel eröffnet worden. Er hat das Geistige vor allem von seinen großen Schöpfungen her in den Blick genommen wie Sprache, Recht, Moral, Kunst, Wissenschaft und Religion. Die heutige Philosophie des Geistes beschränkt sich dagegen meist auf das Studium etwa jenes psychischen Lebens, das wir mit Maulwürfen teilen. Dieses Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Rückgewinnung der Vielfalt und Dimensionen des menschlichen Geistes, mit denen es die Philosophie immer schon zu tun hatte. Der erste Teil des Buches beschäftigt sich mit der Eigenart der seelisch-geistigen Wirklichkeit. Einen Schwerpunkt bildet dabei unsere Fähigkeit zur Reflexion, zur Thematisierung sowohl mentaler Akte wie ihrer Produkte, der abstrakten Gegenstände wie Begriffe, Propositionen, Mengen, Zahlen, Theorien, Normen usw. - all dessen also, was Gottlob Freges "drittes Reich" und Karl Poppers "dritte Welt" ausmacht. Im zweiten Teil geht es um das Leib-Seele-Problem, das Verhältnis von Psychischem zu Physischem. Drei klassische Positionen zum Leib-Seele-Problem werden diskutiert: Materialismus, Idealismus und Dualismus. Dabei erweist sich eine Form des Dualismus, der Polare Dualismus, als die am besten begründete Position. Abschließend wird das dritte große Thema der Philosophie des Geistes diskutiert: Was tragen ihre Überlegungen zu unserem Menschenbild bei? Und wie stellt sich von ihnen her insbesondere die klassische Vorstellung vom Menschen als Vernunftwesen dar?
Thema dieses Buches ist die Frage nach der Stellung von Werten in der Wirklichkeit. In dieser Frage stehen sich zwei Positionen gegenüber: Der Subjektivismus behauptet, alle Werttatsachen leiteten sich aus den Interessen von Personen her, gut sei immer nur etwas für jemanden, Werte gehörten also zur psychischen Welt. Für den Realismus gibt es dagegen, vor allem auf moralischem und ästhetischem Gebiet, objektive Werttatsachen, die unabhängig von subjektiven Interessen bestehen. Diese objektiven Werttatsachen zählen für ihn daher nicht zur psychischen Welt, sondern zur äußeren Wirklichkeit. Die Diskussion dieser Kontroverse steckt heute in einem Dilemma, da es gegen beide Positionen stichhaltige Einwände gibt. Eine subjektivistische Ethik, die Sollen auf Wollen reduziert, kann keine Pflichten begründen, die dem Belieben des Einzelnen entzogen sind, während die Forderungen einer realistischen Ethik, für die Werte und Pflichten nichts mit Interessen zu tun haben, von außen bestimmt bleiben, so dass man nicht begründen kann, warum wir uns moralisch verhalten sollten. Das Ziel dieses Buches ist, dieses Dilemma durch eine Verbindung der richtigen Elemente beider Positionen zu überwinden. Die vorgeschlagene Konzeption wird auch unter erkenntnistheoretischen Aspekten erörtert, des weiteren wird die Frage nach dem Sitz der Werte in der Gesamtwirklichkeit diskutiert, also nach den Zusammenhängen von Werttatsachen mit anderen Tatsachen.