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In: Natur - Technik - Kultur
In: Natur - Technik - Kultur

In seinem Buch Mehr Licht vertritt Olaf L. Müller (2015a) die provozierende These, Newtons Theorie des Lichts (Newton 1704) und seine durch Goethe inspirierte Theorie der Finsternis könnten die Farbspektren, die bei Experimenten mit Prismen beobachtet werden, gleicherweise erklaren; dabei handle es sich um einen echten Fall der empirischen Unterbestimmtheit physikalischer Theorien. Im Anschluss an das Buch fand in der Zeitschrift für Philosophische Forschung eine Diskussion um diese These statt, an der ich mich beteiligte (Falkenburg 2015). Hier greife ich unsere frühere Diskussion wieder auf, stelle sie in den Kontext des Themas Polarität und prasentiere neue Einwände gegen Müllers These. Mein Haupteinwand läuft darauf hinaus, dass die Symmetrien der Physik in der Natur sämtlich gebrochen sind; Symmetriebrechung scheint ein Grundprinzip von Strukturbildung in der Natur zu sein. Da diese Auffassung bestens im Einklang mit Hegels Naturphilosophie ist, werde ich die Begriffe von Polarität, Symmetrie und Symmetriebrechung im Anschluss an Hegel erläutern. (1.) Hegels Konzeption von Polarität bleibt im historischen Teil dieses Bands ausgespart, weshalb ich sie hier vorstelle. (2.) Sodann fasse ich die zentralen Punkte unserer früheren Diskussion zusammen und präsentiere einige neue Einwände gegen Mullers These. (3.) Danach gehe ich aus wissenschaftstheoretischer und naturphilosophischer Sicht auf die Prinzipien der Symmetrie und der Symmetriebrechung in der Natur ein und komme (4.) auf dieser Grundlage wieder auf Hegel zurück.

In: Goethe, Ritter und die Polarität
In: Natur - Technik - Kultur
In: Bewusstsein – Selbst – Ich
Philosophie im interdisziplinären Dialog
Der Band zeichnet ein facettenreiches Bild der Schnittstellen, an denen sich die Philosophie heute im Dialog mit den Einzelwissenschaften befindet. Während naturwissenschaftliche Erklärungen größere Relevanz denn je für unser Naturverständnis und Menschenbild beanspruchen, ist ihre Tragweite in vielen Hinsichten ungeklärt. Weil in der heutigen Forschungslandschaft die Grenzen zwischen Natur, Technik und Kultur verschwimmen, kommt der Philosophie die Aufgabe zu, die Konturen zu schärfen. Dabei geht es aus unterschiedlichen Perspektiven immer wieder um Reduktionsversuche und ihre Grenzen - im Verhältnis von Naturerkenntnis und Technikorientierung, realistischen und instrumentalistischen Einstellungen, einheitlichen und uneinheitlichen Erklärungen, physikalischen und biologischen GeSetzmäßigkeiten, neurophysiologischen und kulturellen Determinanten, technisch-ökonomischen und ganz anderen menschlichen Interessen. Mit Beiträgen von Martin Carrier, Eva-Maria Engelen, Brigitte Falkenburg & Wolfgang Rhode, Susanne Hauser, Reiner Hedrich, Andreas Keil, Kristian Köchy, Reiner Kümmel, Eva M. Neuman-Held, Thomas Petersen, Rudolf Schüßler und Marcel Weber
In: Natur - Technik - Kultur
Geschichte und Kontroversen
Polarität: das ist die Idee, dass die Naturphänomene von Gegensätzen beherrscht werden, die einander symmetrisch gegenüberstehen. Diese Idee leitete so verschiedene Forscher wie Goethe und Ritter, den Entdecker des UV-Lichts.
Während derzeit über die richtige Methode in der Grundlagenforschung heftig gestritten wird, lohnt ein Blick in die Vergangenheit. Nicht anders als heute hielten schon um 1800 viele Denker nach tiefen Symmetrien Ausschau – eine Suche, die sie in ihren eigenen Kategorien führten. Was das damals genau bedeutet hat und was sich daraus noch heute lernen lässt, zeigen in diesem Band auf kontroverse Weise Physiker, Philosophen und Wissenschaftshistoriker. Genies von Newton bis Hegel werden in frisches Licht getaucht und etablierte Resultate zum Auge oder zum UV-Licht werden neu beleuchtet.