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In: Rettende Geschwister

Zusammenfassung

Die existenzielle Grundkonstellation des Ausgeliefertseins an die conditio humana und die Unverfügbarkeit des Lebens, Leibes und Lebensanfangs wird mit der biomedizinischen und biopolitischen Etablierung der prädiktiven Genetik, Pränataldiagnostik und des genetischen Wissens in Frage gestellt. Diese Praktiken zielen auf den Menschen als Lebewesen, um dessen biologische Substanz zu testen und Schicksalskontingenz zu vermeiden. Führt diese Vermeidung zu einem neuen Ausgeliefertsein an medizintechnische Praktiken? Wer hat in welcher Weise Verantwortung für den Lebensanfang eines Menschen? Die rezente biomedizinische und biopolitische Praxis, die die existenzielle Grundkonstellation der conditio humana zentral betrifft, provoziert auch über die Gegenbegriffe einer genetischen Verantwortung, nämlich genetische Verantwortungslosigkeit und Unverantwortlichkeit, nachzudenken. Hier möchte ich verstehen, wie die existenzielle Grundsituation – zwischen Ausgeliefertsein und Ermöglichung – durch die heutige genetische Pränataldiagnostiken verändert wird, um dann über die Frage nachzudenken, inwiefern für diese Praxis Verantwortung übernommen werden kann.

In: Philosophie der Medizin
In: Rettende Geschwister
In: Rettende Geschwister
In: Rettende Geschwister
In: Rettende Geschwister
Ethische Aspekte der Einwilligung in der pädiatrischen Stammzelltransplantation
Die Knochenmarkspende von Kindern für Geschwister, die an Leukämie erkrankt sind, ist eine lebensrettende Therapie. Kinder sind aber noch nicht in der Lage, selbst eine Einwilligung zu geben. Wie sollen Kinder beteiligt werden? Welche ethischen Fragen stellen sich? Die Beiträge diskutieren moralische, rechtliche, psychologische, philosophische und gesellschaftliche Aspekte: Fragen zur Freiwilligkeit bei der Einwilligung zu einer Spende, zur Verletzlichkeit des Kindes und zu Verstrickungen in Familienbeziehungen, zum Verhältnis von Recht und Ethik, zur möglichen Diskrepanz von Kindeswohl und Kindeswille und zu den Kinderrechten. Wie sich zeigt, geht es um mehr als um die Einwilligung selbst, nämlich um das Integrierenkönnen der Spende (oder in seltenen Fällen der Entscheidung gegen sie) in die Biographie des Spenderkindes, um die psychische und narrative Verarbeitung innerhalb der Familiengeschichte, um die Sicht auf die Geschehnisse aus der Retrospektive Jahre später. Diese Aspekte haben Implikationen für das Verständnis und die Bedeutung von 'Zustimmung und Zumutung' auch in anderen Bereichen der Medizin, in denen eine rettende Behandlung kaum abzulehnen ist.
Blick ins Buch
Wie ist das Verhältnis zwischen Menschen und Maschinen in der Medizin zu verstehen? Wer definiert, was krank und gesund ist? Wie soll die Gesundheitsversorgung in Zukunft ausgerichtet sein? Gehören gutes Leben und gutes Sterben zu den Aufgaben der Medizin? Die Philosophie kann Mediziner:innen sowohl in ihrer Forschungstätigkeit als auch in ihrer klinischen Praxis unterstützen, indem sie Reflexionsmöglichkeiten zu diesen und weiteren Fragen anbietet. Das Buch versammelt unter anderem Beiträge aus Wissenschafts- und Erkenntnistheorie, Anthropologie, Phänomenologie, Technikphilosophie, Sozialphilosophie und Ethik.