in David Hume: Epistemology and Metaphysics
in Robert Brandoms expressive Vernunft
AutorIn: Daniel Dohrn

I outline Hume’s views about conceivability evidence. Then I critically scrutinise two threats to conceivability-based modal epistemology. Both arise from Hume’s criticism of claims to knowing necessary causal relationships: Firstly, a sceptical stance towards causal necessity may carry over to necessity claims in general. Secondly, since – according to a sceptical realist reading – Hume grants the eventuality of causal powers grounded in essential features of objects, conceivability-based claims to comprehensive metaphysical possibilities seem endangered. I argue that although normal conceivability-based claims are defeasible, they are prima facie vindicated.

Humes Ansichten über Vorstellbarkeit als Indikator für Möglichkeit werden zusammengefasst. Dann werden zwei Schwierigkeiten für eine auf Vorstellbarkeit basierende modale Erkenntnistheorie aufgeworfen. Beide entstehen aus Humes Kritik an Ansprüchen aufWissen notwendiger kausaler Beziehungen. Erstens könnte sich eine skeptische Haltung gegenüber kausaler Notwendigkeit auf Ansprüche, notwendige Zusammenhänge zu kennen, im allgemeinen auswirken. Zweitens gesteht Hume gemäß einem skeptischen Realismus die Eventualität kausaler Kräfte zu, die in wesentlichen Eigenschaften der Dinge gründen. Dies scheint unvereinbar mit der auf Vorstellbarkeit gestützten Behauptung umfassender metaphysischer Möglichkeiten. Dagegen soll gezeigt werden, dass auf Vorstellbarkeit gestützte modale Wissensansprüche zwar widerlegbar, aber prima facie gerechtfertigt sind.

in History of Philosophy & Logical Analysis
in History of Philosophy & Logical Analysis