Anthropologie zwischen Natur und Utopie
Editor: Elif Özmen
Vom Menschen handelt die Philosophie immer schon und sowieso. In diesem Sinne führt Immanuel Kant die Grundfragen der theoretischen und praktischen Philosophie bekanntlich zusammen: »Im Grunde könnte man aber alles dieses zur Anthropologie rechnen.« Als eine eigenständige Disziplin hat die philosophische Anthropologie jedoch einen schweren Stand. Zugleich gibt es seit rund 15 Jahren eine bemerkenswerte Renaissance anthropologischer Begriffe, Argumente und Topoi (nicht nur) in der Philosophie. Was der Mensch ist und was er werden kann, gilt im Zuge einer Reihe von Entwicklungen in den neuen Lebenswissenschaften, den konvergierenden Technologien und ihren soziokulturellen Wirkungen (wieder) als herausfordernde Forschungsfrage. Hierbei stellt sich die Diskussion um einen anthropological turn bereits als eine anthropologische, nämlich als eine Debatte über Menschliches und Übermenschliches dar. Diesen Fragen nach den »natürlichen « und »künstlichen« Voraussetzungen, Merkmalen und Spezifika des Mensch-Seins einerseits, den fiktiven Entwürfen, Transformationen und Utopien des Menschlichen andererseits widmen sich die Beiträge dieses interdisziplinären Bandes.
In: Über Menschliches
In: Über Menschliches
In: Über Menschliches
In: Über Menschliches
In: Über Menschliches
In: Moralischer Realismus?
In: Die Natur der Lebensform
Author: Elif Özmen
Lebt die Person, die sich durch ein hohes Maß an Moralität und Rationalität auszeichnet, gut? Ist die Glückseligkeit etwas zum Lachen? Kann ein Leben voller unmoralischer Handlungen und rationaler Fehler, ein selbstzerstörerisches oder sinnentleertes, ein sehr fanatisches oder ein sehr reduziertes Leben, das von der betroffenen Person aber bewusst gewählt, gewollt und befürwortet wird, beanspruchen, ein gelungenes Leben zu sein? Wie ist das spannungsreiche Verhältnis von Glück und Sinn in einer dem gelungenen Leben angemessenen Weise zu verstehen? Können Kontingenzerfahrungen das Gelingen eines Lebens beeinflussen? Solche Fragen stehen im Zentrum der gegenwärtigen Debatte um das gelungene Leben. Dieses Buch fokussiert auf diese Debatte, in dem der für die moderne normative Ethik charakteristische Zusammenhang von Moralität und Rationalität und der Schwerpunkt auf Fragen der Rechtfertigung, der Verallgemeinerbarkeit und der Unparteilichkeit systematisch untersucht werden in Hinsicht auf die Frage, wie wir leben sollen, wie zu leben gut ist.
Perspektiven in Biologie, Ontologie und praktischer Philosophie
Der Band vereint aktuelle Beiträge, die sich mit der biologischen, anthropologischen, ontologischen und ethischen Dimension des Begriffs der Lebensform befassen.
Das Buch gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil („Biologie und Anthropologie“) widmet sich verschiedenen Verwendungsweisen des Begriffes „Lebensform“ sowohl in der aristotelischen als auch zeitgenössischen Philosophie der Biologie. Der zweite Teil („Ontologie“) enthält Beiträge, die mittels des Lebensformkonzepts eine Ontologie des Lebens zu entwickeln beabsichtigen. Der dritte Teil („Praktische Philosophie“) behandelt die Frage, welche normativen Implikationen ein ontologisch-biologisch informierter Lebensformbegriff für die praktische Philosophie hat.