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In: Lebensform und Praxisform
In: Von Schildkröten und Lügnern
In: Logik in den Wissenschaften
Theoretische und praktische Irritationen des Denkens
Warum ist es nachts dunkel, obwohl es so viele, vielleicht unendlich viele Sterne gibt? Ab wann ist eine Ansammlung von Körnchen ein Haufen? Wie kann Achill in endlicher Zeit die Schildkröte einholen? Kann ein Satz von sich behaupten, daß er falsch ist? Warum soll man moralisch handeln, wenn es niemand bemerkt? Der Versuch, auf diese und ähnliche Fragen eine Antwort zu geben, führt in Paradoxien, also zu Argumenten bzw. Aussagen, die allgemein akzeptierten Meinungen widersprechen und unerwartet, überraschend, unglaubwürdig oder seltsam sind, weil sie, wenigstens fürs erste und bezogen auf diese Meinung, widersinnig, absurd oder sinnlos erscheinen. Sind Paradoxien bloße 'Unfälle' oder Defekte der theoretischen Welterschließung? Ein zentrales Thema dieses Buches sind dabei die Anwendungsbedingungen formaler bzw. schematischer Verfahren, insbesondere der Logik wie auch der Spieltheorie (ohne jedoch spezielle Logikkenntnisse vorauszusetzen). Neben Fragestellungen der Philosophie der Logik, der Mathematik und der Wissenschaftstheorie wird anhand der Debatte um die Prinzipien rationalen Handelns in sozialen Interaktions- und Konfliktsituationen gezeigt, daß sich praktische Dilemmata analog behandeln lassen.