Eine Theorie der Freiheit und der moralischen Verantwortung
Sind Freiheit und moralische Verantwortung mit dem kausalen Determinismus vereinbar? Die Debatte über diese Frage scheint in einem Patt zwischen Kompatibilisten und Inkompatibilisten festzustecken. Nach verbreiteter Ansicht zählen zu den wichtigsten neueren Entwicklungen die Abkehr der Kompatibilisten von der Konditionalanalyse von Freiheit und der wachsende Zweifel daran, dass alternative Möglichkeiten Voraussetzung für Verantwortung sind. In diesem Buch wird zu zeigen versucht, dass beide Entwicklungen Irrwege sind und das Patt zugunsten des Kompatibilismus überwunden werden kann. Im ersten Teil wird die Konditionalanalyse modifiziert und gegen Einwände verteidigt. Der zweite Teil argumentiert, dass eine Person genau dann moralisch verantwortlich für ein Ereignis ist, wenn ihr eine bestimmte konditionale Analyse Handlungsspielräume zuschreibt. Diese Spielräume bewirken nämlich, dass der Wille kausale Spuren in Form von Ereignissen hinterlässt, welche Rückschlüsse auf die moralische Qualität der Person ermöglichen. Dass eine Person moralisch verantwortlich für ein Ereignis ist, heißt jedoch genau dies: Sie steht zu ihm in einer kausalen Relation, die es ermöglicht, sie in seinem Lichte moralisch zu beurteilen.
in Wollen
HerausgeberInnen: H Gesang und Julius Schälike
Dieser Band beleuchtet die großen Kontroversen der Rechtsphilosophie. Bei den Texten handelt es sich teils um Wiederabdrucke exemplarischer Verteidigungen einschlägiger Standpunkte, die durchgesehen, ergänzt bzw. gekürzt wurden, teils um Originalbeiträge. Die Beiträge sind vier Themenblöcken zugeordnet: (1) Naturrecht und Rechtspositivismus, (2) Menschenwürde und Menschenrechte, (3) Gesetze und Einzelfälle sowie (4) präventives und retributives Strafen. Jeder Block besteht aus zwei Aufsätzen, die teils konträre, teils komplementäre Positionen verteidigen. Die Einleitung bietet eine Einführung in die Themenblöcke und stellt die Texte knapp vor. Der Band ist sowohl für die fachwissenschaftliche Vertiefung als auch für den einführenden Gebrauch im Studium geeignet.
Seine Bedeutung, seine Grenzen
HerausgeberInnen: Neil Roughley und Julius Schälike
Seit Aristoteles scheint es selbstverständlich, dass Menschen mit einem strebenden Vermögen ausgestattet sind. Historisch gibt es starke Variationen sowohl in den Konzeptionen eines solchen Vermögens als auch in den Vorstellungen darüber, wo und auf welche Weise es philosophisch bedeutsam ist. Weitgehende Einigkeit herrscht allerdings darüber, dass das, was wir heute am ehesten mit »Wollen« bezeichnen, philosophisch weniger bedeutsam ist als theoretische Einstellungen wie der Glauben oder auch das Wissen. Das ist aber weit weniger selbstverständlich als oft angenommen wird. Überraschend ist ferner, dass es bis heute keine systematischen Versuche gibt, die Bedeutung des Wollens in den verschiedenen Sparten der Philosophie miteinander in Bezug zu setzen, damit ersichtlich wird, welche ›Arbeit‹ insgesamt von diesem Vermögen geleistet wird. Dieser Band trägt zur Herstellung einer solchen Übersicht bei, indem er Beiträge zusammen führt, die die Themen (1) Wollen und Glauben, (2) Wollen, Wertungen und Werte, (3) Wollen und Sollen, (4) Willensschwäche und -stärke und (5) Willensfreiheit und Verantwortlichkeit behandeln.
in Wollen
in Wollen
in Wollen
in Wollen
in Wollen
in Wollen