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Zusammenfassung

Im Text wird der Frage nachgegangen, welche unterschiedliche Bedeutungen dem Phänomen der Solidarität im Bereich der Gesundheitsversorgung heute zukommen und wie diese einzuschätzen sind. Aufgrund von Erfahrungen mangelnder Solidarität werden Begriff und Verständnis von Solidarität erkundet, drei unterschiedliche Solidaritätskonzepte vorgestellt und schließlich Bedeutung und Grenzen der Solidarität in der Gesundheitsversorgung näher bestimmt. Alltagssprachlich meint Solidarität die wechselseitige Verpflichtung und Bereitschaft, füreinander einzustehen. Die Analyse zeigt, dass Solidarität kein inhaltlich bestimmter Grundsatz ist, sondern eine Idee, eine Strategie, eine Grundhaltung meint sowie sich in bestimmten sozialen Strukturen zeigt. Dass unter dem Solidaritätsbegriff ganz unterschiedliche Aspekte gefasst werden, hat mit der Bestimmung der Deutung ihres Ursprungs, der Bestimmung der Reichweite und dem Verständnis von Gleichheit zu tun. Alle Aspekte sind umstritten und gründen nicht selten auf weltanschaulich besetzten Ansichten. Im Ergebnis zeigt sich: So vieldeutig Solidarität auch verstanden wird, so unbestreitbar ist, dass sie als Grundphänomen und Ideal des gesellschaftlichen Zusammenlebens unabdingbar ist. Auch wenn sie im Bereich der Gesundheitsversorgung in erster Linie pragmatisch funktioniert, gehen gewisse Idealvorstellungen weit darüber hinaus.

In: Philosophie der Medizin
In: Gekauftes Gewissen?
Zur Rolle der Bioethik in Institutionen
Angesichts der Rolle, welche die Bioethik in verschiedenen Institutionen (Staat, Universitäten, Kliniken, pharmazeutische und biotechnologische Firmen) spielt, ist auch auf die Bioethik selbst eine kritische ethische Perspektive nötig. Dabei geht es um Gefahren der Abhängigkeit, der Instrumentalisierung der Ethik, der potentiellen Beeinflussbarkeit, aber auch um Regulierungsfragen der Forschung, der Biotechnologie und der Medizin in realen Gesellschaften. Die Art und Weise, wie Bioethikerinnen und Bioethiker arbeiten, wie sie sich selbst und ihre Aufgabe verstehen, wird in 17 Beiträgen beleuchtet. Das Buch diskutiert, wie eine glaubwürdige Bioethik-Beratung möglich sein könnte, welche Bioethik hilfreich ist und wann Ethik in öffentlichen und privaten Institutionen nichts weiter ist als eine Maßnahme der Imagepflege. Kurzum: Welches wären die Kriterien der ethischen Legitimität bioethischer Beratung? Namhafte Autorinnen und Autoren aus England, den USA, Deutschland und der Schweiz denken über Erfahrungen mit 'Bioethik' in verschiedenen Institutionen nach.