Studien zur Ontologie der Kunst. 4. Auflage
HerausgeberIn: Reinold Schmücker
Sind Kunstwerke physische Gegenstände? Auf den ersten Blick scheint es so. Doch es fällt schwer, einen Roman, eine Sinfonie oder ein Theaterstück mit einem bestimmten physischen Objekt zu identifizieren. In welcher Weise aber existieren Kunstwerke, wenn sie keine physischen Objekte sind? Und woran läßt sich erkennen, welche Kunstobjekte identisch – also Exemplare ein und desselben Kunstwerks – sind? Der Band dokumentiert den gegenwärtigen Stand der kunstontologischen Diskussion. Er enthält Beiträge von Nelson Goodman, Wolfgang Künne, Jens Kulenkampff, Joseph Margolis, Günther Patzig, Maria E. Reicher, Reinold Schmücker, Richard Wollheim, Nicholas Wolterstorff und Paul Ziff.
in Grenzen der Selbstbestimmung in der Medizin
in Natur und Erfahrung
in Wirklichkeit und Wahrnehmung des Heiligen, Schönen, Guten
Der Streit um die Grundlagen der Ästhetik. 4. Auflage
HerausgeberInnen: Roland Bluhm und Reinold Schmücker
Lässt sich Kunst definieren? Von vielen analytischen Kunstphilosophen wird das bezweifelt. Für sie ist der Kunstbegriff ein “offener Begriff”, der auf unterschiedlichste Phänomene angewandt werden kann, selbst wenn diese keine gemeinsame Eigenschaft miteinander verbindet. Wer danach fragt, was Kunst denn eigentlich sei, verkennt in ihren Augen das Wesen des Kunstbegriffs. Träfe diese Auffassung zu, wären philosophische Theorien über das Wesen der Kunst bloße Spekulation. Der Streit um den Kunstbegriff, der bis heute nicht beigelegt ist, ist deshalb ein Streit um die Grundlagen und die Möglichkeit einer Ästhetik der Kunst. Der Band stellt die wichtigsten Protagonisten dieses Streits in Aufsätzen vor, die hier größtenteils zum ersten Mal in deutscher Übersetzung vorliegen. Er enthält Beiträge von Berys Gaut, William E. Kennick, Maurice Mandelbaum, Robert J. Matthews, Robert Stecker, Morris Weitz und Paul Ziff.
HerausgeberInnen: Reinold Schmücker und Ludwig Siep
Gerechtigkeit lässt sich nicht ein für alle Mal herstellen, sondern nur für konkrete Zeitpunkte und Zeiträume konstatieren. Der Band veranschaulicht die zeitliche Dimension der Gerechtigkeit, die in der Ethik bisher kaum beachtet wurde.
Wie lange sind menschliche Willensäußerungen als verbindlich anzusehen? Wie weit in die Zukunft und wie weit in die Vergangenheit reicht die Verantwortung, die wir für unsere Handlungen haben? Ist es plausibel, dass die Verantwortung für eine Handlung verjährt? Und welche Bedeutung kommt dem Verstreichen von Zeit bei der Allokation knapper Güter und für die Gewährleistung von Chancengleichheit zu? Acht Rechtswissenschaftler, Philosophinnen und Philosophen geben darauf Antworten, die die normative Bedeutung des Vergehens von Zeit deutlich machen. Dabei zeigt sich, dass jede Theorie gerechter Verteilung dem Verstreichen von Zeit Rechnung tragen muss und Zukunftsethik sich nicht nur auf das Verteilungsparadigma stützen kann.
Universitätsphilosophie in Münster
Philosophiert und Philosophie gelehrt wurde an der Universität Münster von Anfang an im Spannungsfeld von Pietät und Weltbezug. Sind es einerseits die Pietät gegenüber der christlichen, in Münster vor allem katholisch geprägten Religion und der Respekt vor der Geschichtlichkeit des menschlichen Denkens wie der menschlichen Existenz überhaupt, die die Münsteraner Universitätsphilosophie prägen, dokumentiert deren Geschichte zugleich immer neue Facetten philosophischen Weltbezugs – und eine erstaunliche Offenheit für neue Impulse, wie sie beispielsweise im zwanzigsten Jahrhundert von der formalen Logik, der analytischen Philosophie und der Erneuerung der praktischen Philosophie ausgegangen sind. Aus Anlass der Eröffnung des neuen Philosophikums der Universität Münster versammelt dieser Band Studien zur Geschichte der Münsterschen Universitätsphilosophie von der Universitätsgründung 1780 bis zur Ausgliederung der Naturwissenschaften aus der Philosophischen Fakultät 1948 und zu den drei Philosophen, die Münsters Universitätsphilosophie im zwanzigsten Jahrhundert nachhaltig geprägt haben: Heinrich Scholz, Joachim Ritter und Hans Blumenberg. Die Beiträger: Margarita Kranz, Johannes Müller-Salo, Birgit Recki, Reinold Schmücker, Niko Strobach