HerausgeberIn: Sven Walter
Die Debatte um „das“ Problem der Willensfreiheit, die in jüngster Zeit auch in empirische Nachbardisziplinen, das Feuilleton und sogar die Belletristik auszustrahlen begann, dreht sich um ein Sammelsurium an Fragen, die uns bereits die gesamte Philosophiegeschichte hindurch begleiten. Im Kern geht es dabei immer um die Frage, was es bedeutet, wenn man uns attestiert, über einen freien Willen zu verfügen und für unser Verhalten (moralisch) verantwortlich zu sein.
Dieser Grundkurs, als Lehrbuch konzipiert, bietet 13 zentrale Texte zur Entwicklung der Willensfreiheitsdebatte im angelsächsischen Raum in deutscher Übersetzung. Die Übersetzungen werden von didaktischen Elementen flankiert: So werden wichtige Zusatzinformationen zum Autor, vertiefende Zitate und Beispiele, ein Glossar und abschließende Kontroll- und Diskussionsfragen angeboten.
HerausgeberIn: Sven Walter
Wenn 100 000 Körner ein Haufen sind und ein Korn niemals einen Unterschied macht, dann muss auch ein einzelnes Korn ein Haufen sein, und das erscheint absurd. Sorites Paradoxien wie diese sind möglich, weil Ausdrücke wie 'Haufen' vage sind: es gibt Objekte, auf die sie weder eindeutig zutreffen noch eindeutig nicht zutreffen. Unser Interesse am Thema Vagheit erschöpft sich jedoch nicht in der AuseinanderSetzung mit alltagsfernen Paradoxien. Vielmehr sind viele - wenn nicht die meisten - unserer Ausdrücke im Alltag und den Wissenschaften vage. Wenn wir sie adäquat verstehen wollen, müssen wir verstehen, was Vagheit ist. Handelt es sich dabei um ein semantisches, ein epistemisches oder gar ein ontologisches Phänomen? Welcher Logik folgen vage Ausdrücke? Wie sieht die Semantik vager Ausdrücke aus? Sorites Paradoxien sind faszinierend, weil sie keine einfache Lösung haben. Vagheit ist faszinierend, weil sie Sorites Paradoxien überhaupt erst ermöglicht. Die 15 in diesem Band versammelten Beiträge beleuchten das Phänomen Vagheit aus der Perspektive der Philosophie und der Logik. Sie suchen Antworten auf die oben gestellten Fragen und greifen zudem Probleme auf, deren Lösung auch angrenzende Gebiete wie die Linguistik, die Psychologie oder die anwendungsorientierte Informatik beschäftigt.
Eine Einführung
Der Ausdruck 'mentale Verursachung' steht für etwas, was wir tagtäglich zu erleben scheinen - für die kausale Interaktion zwischen uns bewusstseinsbegabten Subjekten auf der einen und der uns umgebenden Welt auf der anderen Seite: ein scharfer Schmerz lässt uns aufstöhnen, eine peinliche Situation lässt uns erröten und die Wahrnehmung eines alten Freundes auf der anderen Straßenseite führt dazu, dass sich unser Arm zum Gruß hebt. Dass es mentale Verursachung gibt, erscheint ganz einfach offensichtlich. Wie aber kann unser Geist einen kausalen Einfluss auf unseren Körper und, über unseren Körper, auf die physikalische Wirklichkeit ausüben? Spätestens seit Descartes versucht die Philosophie, eine befriedigende 'Theorie mentaler Verursachung' zu formulieren, die im Stande ist zu erklären, wie sich das Mentale so in die physikalische Wirklichkeit einpasst, dass es kausal den Verlauf der Welt beeinflussen kann. Ob die Frage nach dem Wie mentaler Verursachung irgendwann zufrieden stellend beantwortet werden kann oder ob wir uns - wie so oft in der Geschichte der Wissenschaften - von etwas vermeintlich Offensichtlichem verabschieden müssen, wird die vorliegende Einführung zwar nicht abschließend klären können, aber sie zeigt, warum die Frage nach der Möglichkeit mentaler Verursachung ein interessantes und spannendes philosophisches Problem darstellt, beleuchtet dessen verschiedenen Facetten, stellt eine Reihe von Lösungsvorschlägen vor und leitet den Leser so zu einer eigenständigen AuseinanderSetzung mit dem so genannten 'Problem der mentalen Verursachung' an.
in Ist der Geist im Kopf?
in Grundkurs Willensfreiheit
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