Historische und systematische Perspektiven epistemischer Logik
In diesem Buch wird der Begriff der Zustimmung in seinen unterschiedlichen Ausprägungen in drei Teilen herausgearbeitet (Teil I: Zustimmung in der Philosophie der Neuzeit und in der traditionellen Logik, Teil II: Zustimmung in der modernen Philosophie, Teil III: Die logische Analyse der Zustimmung). Der neuzeitlichen Tradition in der Verwendung des Zustimmungsbegriffs folgend, erfolgt seine Analyse in Verbindung mit epistemischen und sprechakttheoretischen Begriffen wie Glaube und Überzeugung, Fürwahrhalten, Urteil, Akzeptation und Behauptung. Im Hauptteil des Buchs wird im Rahmen der Unterscheidung zwischen der Logik innerer Zustimmung und der Logik äußerer Zustimmung das Verhältnis von Zustimmung, Widerspruch und Folgerung sowie von Zustimmungsfolgerung und Relevanz dargestellt. Hier erfolgt die Behandlung der Zustimmung in formalisierten Sprachen, wodurch sich eine präzise und die logischen Konsequenzen klar umfassende Explikation des Zustimmungsbegriffs ergibt. Die Studie verfolgt das Ziel, Anwendungen der epistemischen Logik in der Philosophie des Geistes, der Erkenntnistheorie, der Argumentationstheorie und der künstlichen Intelligenz zu fördern.
in Die Logik der Zustimmung
in Die Logik der Zustimmung
in Die Logik der Zustimmung
in Die Logik der Zustimmung
in Die Logik der Zustimmung
in Die Logik der Zustimmung
in Die Logik der Zustimmung
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In der Arbeit stehen nichtklassische Ansätze der Logik der Übergangsperiode zwischen traditioneller und moderner Logik im Mittelpunkt. Analysiert werden Ansätze aus der deutschen traditionellen Logik und der russischen Logik des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts. Die untersuchten Ansätze entwickelten sich in einem logikhistorischen Umfeld, das durch die Divergenz zwischen Psychologismus und Antipsychologismus gekennzeichnet war. Heute gilt die psychologistische Richtung im Hinblick auf die klassische moderne Logik weitgehend als diskreditiert. Dabei wird übersehen, dass gerade psychologistisch eingestellte Logiker wie Sigwart oder Wundt auf dieser Basis besonders interessante nichtklassische Ansätze entwickelt haben. Das vor allem deshalb, weil sie sich im Rahmen ihrer psychologistischen Ausrichtung epistemischen Ansätzen geöffnet hatten, die besonders fruchtbar für die Entwicklung nichtklassischer Ansätze waren. Solche Ansätze zur nichtklassischen Logik sind jedoch nicht nur bei psychologistischen Logikern zu finden. Das Verfolgen semantischer Konsequenzen dieser epistemischen Ansätze ist ein durchgängiges Prinzip des Buches. Die Autoren hoffen, dazu beizutragen, "blinde Flecken" von der logikgeschichtlichen Landkarte zu tilgen und mit ihrem Material Argumente zu einer adäquateren Bewertung der Rolle der traditionellen Logik und von psychologistisch beeinflußten Logikern zu liefern.