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Ludwig Wittgenstein selbst hielt seine Überlegungen zur Mathematik für seinen bedeutendsten Beitrag zur Philosophie. So beabsichtigte er zunächst, dem Thema einen zentralen Teil seiner Philosophischen Untersuchungen zu widmen. Tatsächlich wird kaum irgendwo sonst in Wittgensteins Werk so deutlich, wie radikal die Konsequenzen seines Denkens eigentlich sind. Vermutlich deshalb haben Wittgensteins Bemerkungen zur Mathematik unter all seinen Schriften auch den größten Widerstand provoziert: Seine Bemerkungen zu den Gödel’schen Unvollständigkeitssätzen bezeichnete Gödel selbst als Nonsens, und Alan Turing warf Wittgenstein vor, dass aufgrund seiner scheinbar toleranten Haltung gegenüber Widersprüchen Brücken einstürzen könnten, die Mithilfe mathematischer Berechnungen in Wittgensteins Sinne errichtet würden. Die Beiträge des Bandes erklären zentrale Überlegungen Wittgensteins zur Mathematik, räumen weit verbreitete Missverständnisse aus und analysieren kritisch Wittgensteins Bedeutung für die traditionelle Philosophie der Mathematik. Ebenfalls wird die Frage verfolgt, inwieweit Wittgensteins Bemerkungen zur Philosophie der Mathematik über seine Philosophischen Untersuchungen hinausführen.
Philosophische Überlegungen zum Verhältnis von sprachlichem und nicht-sprachlichem Verstehen
Author: Dirk Schröder
Was heißt es, etwas zu verstehen? Dieses Buch verfolgt das Ziel, einen Beitrag zu einer Theorie des Verstehens zu leisten, indem es einen Ausschnitt aus dem Bereich der Objekte und Formen des Verstehens untersucht. Die Schwerpunkte liegen dabei auf dem Verstehen einer Sprache und dem Verstehen nicht-sprachlicher Praktiken. Der Autor setzt sich mit einer Reihe von Positionen und Argumenten aus der neueren, insbesondere analytischen Philosophie der Sprache, des Geistes und der Erkenntnis auseinander, greift aber auch Gedanken aus der klassischen sowie philosophischen Hermeneutik auf. Gegen verbreitete Ansichten argumentiert er, dass Verstehen von Wissen zu unterscheiden und grundsätzlich als Fähigkeit zu erklären ist, die im Rahmen sprachlicher, aber auch sprachunabhängiger Praktiken ausgeübt werden kann. Verstehen begreift er als praktische Form der Erkenntnis, die auf sprachlichen und nicht-sprachlichen Sinn zielt.
Author: Inga Bones

antecedent or precursor to one (Z: 314). Our inclination to investigate further than is necessary (and recommendable) might be prompted by our demand for a certain kind of explanation rather than a careful description; it might be due to the way we conceive of a problem, to the tacit assumptions guiding our

In: How to Swim in Sinking Sands
Author: Inga Bones

, Machina (1976: 60–61) admits, »I am myself unable to see how one might arrive at [an assignment of precise degrees, I.B.] with any confidence.« He suggests, however, that an assignment would not need to be arbitrary, since empirical investigation could in principle reveal patterns in ordinary speakers

In: How to Swim in Sinking Sands
Author: Nicole Rathgeb

Unterfangen? Severin Schroeder bejaht diese Frage: [The Philosophical Investigation ’s] thrust is entirely negative, aimed at nothing more and nothing less than a demonstration that philosophical doctrine is invariably the result of linguistic confusion (PI §119), which needs to be cleared up and removed

In: Die Begriffsanalyse im 21. Jahrhundert
Author: Nicole Rathgeb

nämlich beispielsweise die folgende Behauptung: »In the case studies that I investigate in [chapter 8], we will consistently find an absence of all of F1-F3«. 51 Und um zu einer solchen Behauptung berechtigt zu sein, müsste Cappelen natürlich auch eine Berufung auf F3 (und auf die anderen Merkmale

In: Die Begriffsanalyse im 21. Jahrhundert
Author: Nicole Rathgeb

: Another plausible assumption is that when we apply the same word to a range of different things, there must be something that they, and only they, have in common, in virtue of which that word is applicable. This idea, according to Wittgenstein, ‘has shackled philosophical investigation’, leading

In: Die Begriffsanalyse im 21. Jahrhundert
Author: Inga Bones

reflection and theory construction, often bound up with and reinforced by a network of metaphors or similes. A paradigm of a philosophical picture in this sense is the Augustinian conception of language as sketched by Wittgenstein in the opening paragraphs of his Philosophical Investigations . The

In: How to Swim in Sinking Sands
Author: Inga Bones

water. To investigate the paradigmatic exemplars’ nature and thus to determine the important physical properties of the kind, in turn, is the job of natural scientists, not of lexicographers (or, for that matter, analytic philosophers). Indeed, Waismann’s remarks about the use of the expression ›cat

In: How to Swim in Sinking Sands
Author: Inga Bones

. Second, speakers would be blind to the very fact that a very large portion of their everyday language is context-sensitive beyond the more familiar forms of context-sensitivity already well-investigated—they would suffer from second-order blindness , or, to quote Schiffer (1996: 329), be »bamboozled by

In: How to Swim in Sinking Sands