Subjektivität und Anerkennung

Seit einigen Jahren lässt sich sowohl in der theoretischen als auch in der praktischen Philosophie ein verstärktes Interesse an Hegel beobachten. In der Erkenntnistheorie, Philosophie des Geistes, Ethik, Sozial- und Rechtsphilosophie hat Hegel sich inzwischen gerade auch im post-analytischen Kontext durchgeSetzt. Dabei richtet sich das Interesse nicht nur auf den Klassiker der Ideengeschichte, sondern vor allem auch auf aktualisierbare systematische Erträge seines Werks. Allerdings gelten nach wie vor seine Texte als schwer verständlich, seine Terminologie als unzugänglich und die metaphysische Gesamtanlage seines Systems teilweise sogar als obskur. Doch die dagegen unternommene metaphysische "Bereinigung" seines Systems in der neueren konstruktiven Hegel-Aneignung droht nicht selten auf Kosten selbst zentraler Gehalte seiner Philosophie zu gehen. Der Preis der Aktualisierung Hegels sollte aber nicht eine Trivialisierung seiner Gedanken sein, mit der deren Potenzial von vornherein preisgegeben würde. Die ZielSetzung des vorliegenden Bandes ist es, anhand der für Hegels Philosophie grundlegenden Begriffe der Subjektivität und der Anerkennung sowohl die metaphysischen Grundlagen seines Systems als auch das systematisch relevante Potenzial seiner Philosophie zu verdeutlichen und einer kritischen Bewertung zugänglicher zu machen.

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