Wissen als adäquate Information

Eine kritische Erörterung der pragmatisch-minimalistischen Wissenstheorie Richard Foleys

Autor:in: Stefan Tolksdorf
Die vorliegende Arbeit verteidigt die von Richard Foley entwickelte Wissenstheorie, der zufolge propositionales Wissen nicht mehr, aber auch nicht weniger als adäquate Information ist. Wissen ist eine Funktion der Güte von Informationszuständen. Glaubt ein Subjekt wahrerweise, dass p, ohne zu wissen, dass p, so fehlt dem Subjekt mindestens eine wichtige Information im Umfeld der Zielüberzeugung.
Die Adäquatheitstheorie ist eine minimalistische und pragmatische Wissenstheorie. Sie ist minimalistisch, weil es über wahre Überzeugung hinausgehend keiner weiteren epistemischen Schlüsseleigenschaft bedarf. Sie ist pragmatisch, weil Adäquatheit epistemische Signifikanz voraussetzt. Klassische Zusatzbedingungen für Wissen, beispielsweise Rechtfertigung oder verlässliche Meinungsbildung, sind lediglich Begleitphänomene.
The aim of this doctoral thesis is to reconstruct and finally to defend Richard Foley’s theory of knowledge. In his book When Is True Belief Knowledge? (2012), Foley argues that propositional knowledge is adequate information. Foley’s core idea is as follows: a subject knows that p if he or she truly believes that p and there is no important information about the situation the subject lacks.

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